Gut zu wissen

Praxiswissen rund um die Gartengestaltung

Von Materialauswahl und Kosten bis zu Ausführung, Pflege und technischen Details: kompakte Hinweise aus Planung und Praxis, die typische Fehler bei der Umsetzung vermeiden helfen.

Detail einer gepflasterten Gartenfläche mit Bepflanzung

Hinweise aus Planung und Praxis

Neu angelegte Außenanlage mit Mauer und Belag

Gartenbau – mit welchen Kosten sollte man rechnen?

Die Außenanlage ist kein Restposten nach dem Hausbau, sondern ein eigener Bauabschnitt. Als grobe Orientierung sollten bei einem Neubau etwa 10–20 % der Hausbaukosten eingeplant werden. Besonders Stützmauern und hochwertige Beläge können die Endsumme deutlich erhöhen. Praxistipp: Die Außenanlagen möglichst schon bei der Finanzierung des Hauses berücksichtigen.

Naturstein mit natürlicher Patina im Garten

Draußen darf man das Draußen sehen

Auch hochwertig ausgeführte Außenanlagen bleiben Witterung und natürlichen Veränderungen ausgesetzt. Farbunterschiede, Verwitterung, Kalkausblühungen, Algen oder Patina können ebenso auftreten wie loses Fugenmaterial und kleinere Setzungen. Praxistipp: Materialien nicht nur nach dem Aussehen im Neuzustand auswählen – ein guter Garten wirkt auch nach Jahren mit Patina noch schön.

Bepflanzter Steingarten mit Polsterstauden

Steingarten statt Schottergarten

Ein klassischer Schottergarten besteht überwiegend aus Kies auf Unkrautvlies und gilt in Baden-Württemberg nicht als begrünte Gartenfläche. Pflegefrei ist er ohnehin nicht. Ein fachgerecht angelegter Steingarten mit Polsterstauden, Sedum-Arten und alpinen Pflanzen schafft dagegen wertvollen Lebensraum. Praxistipp: Entscheidend ist, dass die Pflanzung das Gesamtbild prägt, nicht die Steinfläche.

Natursteinquader als Gartenbaustoff

Granit – auf die Herkunft kommt es an

Granit ist langlebig und robust, ökologisch macht seine Herkunft jedoch einen großen Unterschied. Nach einer vom Umweltbundesamt zitierten Untersuchung kann chinesischer Naturstein durch die Lieferkette rund 60-mal so hohe Treibhausgasemissionen verursachen wie Naturstein aus Deutschland. Praxistipp: regionalen, europäischen oder wiederverwendeten Naturstein bevorzugen.

Baum mit Krone als Schattenspender im Garten

Bäume machen keinen Dreck

Laub, Blüten und Früchte sind kein Schmutz, sondern Teil des natürlichen Stoffwechsels eines Baumes. Dafür gibt es Schatten, Verdunstungskühlung, Lebensraum und ein angenehmeres Gartenklima. Unterschiedliche heimische und klimaangepasste Baumarten machen Gärten widerstandsfähiger. Praxistipp: den Baum nach Standort und Platzangebot auswählen.

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